Bayreuth als Theater
Interne Referenz:
513193
Komponist:
MÖSCH Stephan
Herausgeber:
Stephan Mösch
Verlag:
Bärenreiter
Verlagsnummer:
BVK4031
ISMN:
9783761826492
Ausgabe:
Buch geb.
DOB_Sparte:
Musiktheater
Ausgabeformat:
A5
Die 25 Kapitel des Buches widmen sich zentralen Aspekten der Festspiele unter neuen Blickwinkeln und oft auf der Basis unveröffentlichter Dokumente. Zahlreiche Quellen werden erstmals ausgewertet – aus dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, aus weiteren Archiven sowie aus privaten Nachlässen. Dazu gehört die Korrespondenz mit weltberühmten Dirigenten (Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch, Pierre Boulez und vielen anderen). Auch durch Quellen zur Regie von Heinz Tietjen und dem legendären „Neubayreuth“ bis hin zu den Inszenierungen von Patrice Chéreau oder Götz Friedrich ergeben sich ungewohnte Perspektiven. Briefe, Briefentwürfe, Tagebücher, Protokolle und Berichte werden dabei ebenso einbezogen wie Dirigierpartituren, Regiebücher und Tonaufnahmen. Der Fragehorizont reicht von Wagners eigener Einstudierung des „Rings“ 1876 bis in die Gegenwart. Dass dabei auch Wandlungen des Wagner-Gesangs eine Rolle spielen, versteht sich von selbst.
So entsteht ein facettenreiches und vielfach auch neues Bild der Festspiele von der Zeit Richard und Cosima Wagners bis zu jüngsten Produktionen von Barrie Kosky und Tobias Kratzer. Es zeigt sich: Bayreuth ist stets das Besondere und das Allgemeine zugleich, von Menschen gemacht, gefeiert, kritisiert, verdammt.
Der Leser erlebt die Geschichte der Festspiele als in sich heterogen, aus vielfältigsten Perspektiven zusammengesetzt, bisweilen verwirrend, aber aufregend und bereichernd – und immer im Kontext des politischen und kulturellen Geschehens, nicht nur in den Zeiten des Nationalsozialismus.
| Titel | Komponist | Interpret | Bearbeiter | Texter | Besetzung |
|---|---|---|---|---|---|
| Kapitel 1: Einführung | |||||
| Kapitel 2: Zwischen Experiment und Institution: Voraussetzungen | |||||
| Kapitel 3: Neue Musik: Der Ring des Nibelungen in der Werkstatt (1876–1937) | |||||
| Kapitel 4: Von Richard Wagner zu Cosima Wagner: Ästhetische und ideologische //Transferprozesse | |||||
| Kapitel 5: »Die Stimme ist nicht unsichtbar«: Wagner-Gesang im Wandel | |||||
| Kapitel 6: Im Schatten der Orthodoxie: Bayreuth 1918–1930 | |||||
| Kapitel 7: »Unbeeinflusst von irgendwelchen politischen Ereignissen«: Heinz Tietjen | |||||
| Kapitel 8: Drei Dokumente zur Arbeit an Tristan und Isolde | |||||
| Kapitel 9: Das Ungesagte und das Ungefragte: »Neubayreuth« zwischen Latenz //und Entelechie | |||||
| Kapitel 10: Wer oder was ist ein »lateinischer« Dirigent? | |||||
| Kapitel 11: Walter Legge oder: Bayreuth am Anfang seines Medienzeitalters | |||||
| Kapitel 12: Wieviel Vergangenheit darf sein? Altmeister, Aufsteiger, Außenseiter | |||||
| Kapitel 13: »NEIN!!! – das dürfen Sie mir nicht antun«: Hans Knappertsbusch | |||||
| Kapitel 14: »Ausdruck eines gewandelten Lebensgefühls «: Karajans Bayreuth | |||||
| Kapitel 15: Welche Sängerinnen und Sänger passen nach »Neubayreuth«? Aspekte der //Besetzungspolitik | |||||
| Kapitel 16: Instanz und Prellbock: Wilhelm Pitz und sein Festspielchor | |||||
| Kapitel 17: »Bayreuther Fassung«: Tannhäuser als Diskursfeld | |||||
| Kapitel 18: Erfüllung und Krisen: Joseph Keilberth und Wolfgang Sawallisch | |||||
| Kapitel 19: Oper und Drama: Holländer-Interpretationen im Vergleich | |||||
| Kapitel 20: »Der Flieder war’s«: Wieland Wagner und Die Meistersinger von Nürnberg | |||||
| Kapitel 21: »Ich hoffe noch immer«: Otto Klemperer und andere jüdische Dirigenten | |||||
| Kapitel 22: »Wandel und Wechsel liebt, wer lebt.« Oder doch nicht? | |||||
| Kapitel 23: »Ist es das, was wir erhofft haben?« Zur Entstehung //des »Jahrhundert-Rings« von Patrice Chéreau und Pierre Boulez | |||||
| Kapitel 24: Gegenwart als Gegenstand, oder: Ästhetische Erfahrung //als soziales Geschehen | |||||
| Kapitel 25: Neue Wege der Verbindlichkeit |