Bayreuth als Theater

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    Interne Referenz: 513193
    Komponist: MÖSCH Stephan
    Herausgeber: Stephan Mösch
    Verlag: Bärenreiter
    Verlagsnummer: BVK4031
    ISMN: 9783761826492
    Ausgabe: Buch geb.
    DOB_Sparte: Musiktheater
    Ausgabeformat: A5

    Die Bayreuther Festspiele feiern 2026 ihren 150. Geburtstag. Seit der Gründung sind sie ein „Seismograph deutscher Befindlichkeit“ (Udo Bermbach), aber auch ein Brennspiegel ästhetischer Prozesse. Das Buch zeigt, wie und warum sich Sinnhorizonte bei den Festspielen verschoben haben. Es beschreibt, wie und warum sich der Umgang mit Wagner diesseits und jenseits der Bühne verändert hat – teils radikal, teils moderat und fast unmerklich.

    Die 25 Kapitel des Buches widmen sich zentralen Aspekten der Festspiele unter neuen Blickwinkeln und oft auf der Basis unveröffentlichter Dokumente. Zahlreiche Quellen werden erstmals ausgewertet – aus dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, aus weiteren Archiven sowie aus privaten Nachlässen. Dazu gehört die Korrespondenz mit weltberühmten Dirigenten (Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch, Pierre Boulez und vielen anderen). Auch durch Quellen zur Regie von Heinz Tietjen und dem legendären „Neubayreuth“ bis hin zu den Inszenierungen von Patrice Chéreau oder Götz Friedrich ergeben sich ungewohnte Perspektiven. Briefe, Briefentwürfe, Tagebücher, Protokolle und Berichte werden dabei ebenso einbezogen wie Dirigierpartituren, Regiebücher und Tonaufnahmen. Der Fragehorizont reicht von Wagners eigener Einstudierung des „Rings“ 1876 bis in die Gegenwart. Dass dabei auch Wandlungen des Wagner-Gesangs eine Rolle spielen, versteht sich von selbst.

    So entsteht ein facettenreiches und vielfach auch neues Bild der Festspiele von der Zeit Richard und Cosima Wagners bis zu jüngsten Produktionen von Barrie Kosky und Tobias Kratzer. Es zeigt sich: Bayreuth ist stets das Besondere und das Allgemeine zugleich, von Menschen gemacht, gefeiert, kritisiert, verdammt.

    Der Leser erlebt die Geschichte der Festspiele als in sich heterogen, aus vielfältigsten Perspektiven zusammengesetzt, bisweilen verwirrend, aber aufregend und bereichernd – und immer im Kontext des politischen und kulturellen Geschehens, nicht nur in den Zeiten des Nationalsozialismus.
    Inhalt

    Titel Komponist Interpret Bearbeiter Texter Besetzung
    Kapitel 1: Einführung          
    Kapitel 2: Zwischen Experiment und Institution: Voraussetzungen          
    Kapitel 3: Neue Musik: Der Ring des Nibelungen in der Werkstatt (1876–1937)          
    Kapitel 4: Von Richard Wagner zu Cosima Wagner: Ästhetische und ideologische //Transferprozesse          
    Kapitel 5: »Die Stimme ist nicht unsichtbar«: Wagner-Gesang im Wandel          
    Kapitel 6: Im Schatten der Orthodoxie: Bayreuth 1918–1930          
    Kapitel 7: »Unbeeinflusst von irgendwelchen politischen Ereignissen«: Heinz Tietjen          
    Kapitel 8: Drei Dokumente zur Arbeit an Tristan und Isolde          
    Kapitel 9: Das Ungesagte und das Ungefragte: »Neubayreuth« zwischen Latenz //und Entelechie          
    Kapitel 10: Wer oder was ist ein »lateinischer« Dirigent?          
    Kapitel 11: Walter Legge oder: Bayreuth am Anfang seines Medienzeitalters          
    Kapitel 12: Wieviel Vergangenheit darf sein? Altmeister, Aufsteiger, Außenseiter          
    Kapitel 13: »NEIN!!! – das dürfen Sie mir nicht antun«: Hans Knappertsbusch          
    Kapitel 14: »Ausdruck eines gewandelten Lebensgefühls «: Karajans Bayreuth          
    Kapitel 15: Welche Sängerinnen und Sänger passen nach »Neubayreuth«? Aspekte der //Besetzungspolitik          
    Kapitel 16: Instanz und Prellbock: Wilhelm Pitz und sein Festspielchor          
    Kapitel 17: »Bayreuther Fassung«: Tannhäuser als Diskursfeld          
    Kapitel 18: Erfüllung und Krisen: Joseph Keilberth und Wolfgang Sawallisch          
    Kapitel 19: Oper und Drama: Holländer-Interpretationen im Vergleich          
    Kapitel 20: »Der Flieder war’s«: Wieland Wagner und Die Meistersinger von Nürnberg          
    Kapitel 21: »Ich hoffe noch immer«: Otto Klemperer und andere jüdische Dirigenten          
    Kapitel 22: »Wandel und Wechsel liebt, wer lebt.« Oder doch nicht?          
    Kapitel 23: »Ist es das, was wir erhofft haben?« Zur Entstehung //des »Jahrhundert-Rings« von Patrice Chéreau und Pierre Boulez          
    Kapitel 24: Gegenwart als Gegenstand, oder: Ästhetische Erfahrung //als soziales Geschehen          
    Kapitel 25: Neue Wege der Verbindlichkeit